Gisela Nagy: Demolition

Demolition

Was ich nicht brauche, zerstöre ich.
Verbrannte Erde.
Was ich nicht brauche, soll niemand anders haben.

Knie Dich hin, ich werde dich benutzen, ich werde dich töten, denn was ich hatte, gehört mir und wenn ich dich nicht mehr brauche... knie dich hin, ich benutze dich und schlage dir dann den Kopf ab. Für beides ist es gut, daß du auf deinen Knien bist.
Flehe nicht um Gnade, denn man muß tun, was man tun muß, es hat keinen Sinn. Nichts, was du sagst, wird etwas ändern. Ich tue es, weil ich es muß.
So wie die deutschen Soldaten, die ihre Pferde haben erschossen und ins Meer geworfen, damit niemand anders sie haben kann. Kamerad Pferd, aber sterben müssen wir alle einmal, früher oder später und ein paar Tage früher ändern nichts. Das Leben ist nichts wert, denn es endet mit dem Tod. Knie dich nieder und erwarte ihn in Würde.
Wenn du endlich einsiehst, daß ich es nicht persönlich meine, dann wäre das hier eine bessere Welt. Wie viel besser wäre das alles, wenn wir nicht immer alles auf uns beziehen würden. Ich habe keinen Zorn. Ich weiß was ich tue. Und ich tue, was getan werden muß. Sine ira et studio. Ohne Zorn und Eifer.


Gisela Nagy, 22.06.2007